Eine gute Nachricht: Das neue Begräbnisrituale wird geändert!


Die unzähligen Proteste von der Basis her haben offenbar zum Erfolg geführt. Wie die Zeitschrift „Gottesdienst“ (Nr. 12/2010, 97) mitteilt, soll nunmehr die Zulassung der Ausgabe von 1972-73 bis zum 1. Adventssonntag 2011 verlängert werden: „In der Zwischenzeit soll die Neuausgabe überarbeitet werden.“ So dürfen wir hoffen, dass die Übertreibungen der Wörtlichkeit, die den derzeit vorliegenden Text ungenießbar machen, behoben werden. Denn eine „authentische Liturgie“ kann man gerade nicht feiern, wenn es mit Texten geschehen soll, denen man anmerkt, dass sie eine Übersetzung aus einer anderen Sprache sind. Als Beispiel dafür, welche Art von Mindestanpassungen bei einer Überarbeitung geschehen müssten, habe ich mir vor einiger Zeit das „Verabschiedungsgebet“ vorgenommen und einen von mir leicht revidierten Text hier vorgestellt. Wegen des relativ breiten Interesses, das gerade dieses Thema in meiner Homepage gefunden hat, lasse ich meinen diesbezüglichen Entwurf bis auf weiteres stehen. Vielleicht schaut ja auch mal einer der offziell mit der Revision Beauftragten interessenshalber hier herein.


Hier nun dementsprechend mein Alternativentwurf:

Verabschiedungsgebet (Mann)

In deine Hände, guter Gott und Vater,
empfehlen wir die Seele unseres Bruders N.
Wir tun es in der festen Hoffnung,
dass alle, die in Christus gestorben sind,
mit Christus auferstehen werden am Letzten Tag.


(Wir danken dir für alle deine Wohltaten,
mit denen du deinen Diener
in seinem irdischen Leben so reich beschenkt hast.
Sie sind für uns ein Zeichen deiner Güte
und lassen uns etwas ahnen
von der seligen Gemeinschaft,
die du für uns in Christus bereithältst.)


So erhöre denn unsere Bitten, o Herr,
in deiner großen Barmherzigkeit,
und öffne dem Verstorbenen das Tor zum ewigen Licht.
Uns aber, die zurückbleiben,
gib die Kraft, Trost zu finden in der Botschaft des Glaubens
und einander Trost zu schenken
(bis wir alle vereint sind in der seligen Gemeinschaft mit dir).
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.




F. R.