Glaubenszeugnis



Ich möchte Zeugnis geben von meinem Glauben, dass die Welt und unser Leben einen Sinn hat, weil alles Existierende von Gott gedacht und nach seinem Gedanken, seinem inneren "Wort" erschaffen ist.
Ebenso glaube ich, dass Jesus von Nazaret dieses innere Wort Gottes ist, sein ewiger Sohn, der für uns Mensch geworden ist aus der Jungfrau Maria. Er steht unter all denen, die über Gott gesprochen haben, konkurrenzlos da, indem er behauptet, der Weg zu Gott in Person, die Wahrheit in Person und das Leben in Person zu sein. Er belegt diese seine Behauptung mit dem Gesamteindruck, den sein Reden und Wirken hinterlassen hat, insbesondere aber dadurch, dass er Verheißungen der Propheten Israels erfüllt und zur Beglaubigung seines Anspruchs Wunder gewirkt hat, in seinem irdischen Leben und bis heute in der Geschichte seiner Kirche.
Diese Frage der Wunder und ihrer kritischen Überprüfung ist Thema meines Buches von 1995.

Was Jesus uns über Gott und über seinen Plan mit der Welt und mit unserem Leben offenbart hat, wird weitergegeben innerhalb der Kirche, die von ihm herstammt. Unter den vielen nebeneinander existierenden christlichen Kirchen entscheide ich mich mit Überzeugung für die katholische: nicht weil sie mir besonders gefällt, sondern weil ich überzeugt bin, dass mir von Jesus her keine andere Wahl bleibt. Über diese Frage und über das Ringen um die Wiederherstellung der Einheit unter den christlichen Kirchen und Gemeinschaften habe ich einiges in der 1999 zusammen mit dem späteren Kardinal Scheffczyk publizierten Broschüre geäußert, ebenso in dem Artikel "Die katholische Kirche" von 2004.

Was die Auseinandersetzungen innerhalb der katholischen Kirche betrifft, vertrete ich das, was ich für eine gesunde mittlere Position halte. Ich bekenne mich zu allen verbindlich überlieferten und verkündigten Lehren wie: die wahre Gottheit Jesu und seine Präexistenz; die Jungfrauengeburt; der Tod Jesu als Sühnopfer für unsere Erlösung aus der Macht des Teufels und der Sünde; seine wahre Auferstehung, die unbedingt die Wiederbelebung des Leichnams einschließt; die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie aufgrund der Wesensverwandlung von Brot und Wein; der Opfercharakter der Eucharistiefeier, bei gleichzeitiger voller Bejahung ihrer Mahlgestalt; die Notwendigkeit eines in ununterbrochener apostolischer Sukzession geweihten Bischofs oder Priesters als Vorsteher, damit die Eucharistie gültig gefeiert werden kann.

Wer in meine auf dieser Homepage angezeigten Bücher oder in sonstige Veröffentlichungen von mir auch nur kurz hineinschaut, wird feststellen, dass das Gesagte für mich verbunden ist mit dem Bemühen, die überlieferte Lehre unter Eingehen auf die Fragestellungen unserer Zeit zu durchdenken und sie in zeitgemäßer Weise zum Ausdruck zu bringen.